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Die Figur

Eine archäologische Entdeckung: das Gesicht ist aufgeteilt wie eine Landkarte – hell und dunkel, rau und glatt, fast kubistisch. Die grünen Augen sind das einzige Lebendige in dieser verwitterten Oberfläche. Man denkt an Picasso, aber auch an antike Masken. Etwas daran ist leicht beunruhigend – als würde einen jemand anschauen, der eigentlich schon lange tot sein sollte.

Makellos, fast meditativ. Die Linienführung erinnert an Fingerabdrücke oder Hirnströme – als wäre der Gedankenfluss dieser Figur direkt auf die Oberfläche gezeichnet worden. Der Kontrast zwischen dem weißen, stillen Gesicht und den wirbelnden Mustern drumherum erzeugt eine seltsame Ruhe. Hier denkt man an Fornasetti, an japanische Keramik, an Op-Art.