Die schwarze Krähe
Die schwarze Krähe am oberen Bildrand dominiert die Komposition. Sie wirkt sie als der einzige ruhige, fokussierte Punkt in einem ansonsten chaotischen Bild. Sie blickt nach rechts – in die Zukunft oder ins Ungewisse – und sitzt buchstäblich „auf den Gedanken“ (dem Kopf) der Figuren.

Ein auffälliges Merkmal des Bildes sind die vielen Augen – nicht nur in den Gesichtern, sondern auch auf den Fingern und losgelöst im Raum. Als ob wir krampfhaft versuchen, alles gleichzeitig wahrzunehmen. Die Augen auf den Fingern deuten darauf hin, dass selbst unser Handeln und Tasten von visuellen Reizen gesteuert wird.
Die riesige Hand in der Mitte zeigt zwei Finger (ähnlich dem Peace-Zeichen oder dem Victory-Zeichen), doch die Geste wirkt starr und mechanisch. Dass sich auf den Fingern selbst Gesichter oder Augen befinden, lässt die Grenze zwischen Körper und Geist verschwimmen. Es könnte sein, dass unsere Handlungen nicht unschuldig sind, sondern ihre eigene „Sichtweise“ und Persönlichkeit haben.
Die warmen Gelb- und Orangetöne suggerieren Energie und Lebendigkeit, stehen aber im Kontrast zu den starren, fast melancholischen Gesichtsausdrücken.
