Zum Inhalt springen

Das Erbe der Erwartung

Zwei Kinder, gefangen in der viel zu großen Rüstung aus hellgrauem Zwirn, ziehen ihre Last durch das Dickicht. Die kleine Tanne, festlich geschmückt und doch entwurzelt, wird zum Symbol einer Tradition, die schwerer wiegt als ihre Träger. Während die eine Gestalt verbissen den Weg ebnet, bricht aus der anderen ein Schrei hervor, der die zivilisierte Maskerade der Anzüge zerreißt. Es ist der Protest der Unschuld gegen das Protokoll, ein wilder Moment im künstlichen Wald der Erziehung. Sie spielen das Spiel der Erwachsenen, doch die Wildnis in ihren Herzen lässt sich nicht an die Leine legen.

Zwei Kinder in zu großen hellgrauen Anzügen ziehen eine geschmückte Tanne an einem Seil durch den Wald; ein Kind schreit dabei laut.